Gemini-Agent: Googles Agent für Arbeit, Code und Workspace
Auf Gemini at Work 2026 zeigte Google Cloud den Gemini-Agenten: einer, der plant, programmiert, in Workspace arbeitet und pro Job Gemini oder Claude nutzt.

Vom AyCode-Team
Mit KI recherchiert und geschrieben, redaktionell geprüft von Niccolo Bodenstedt.
Google will einen Agenten statt eines Dutzends. Auf seiner Veranstaltung Gemini at Work 2026 hat Google Cloud am 8. Oktober den Gemini-Agenten vorgestellt, einen „einzigen, universellen Agenten für die Arbeit“, der Fragen beantwortet, Wissensarbeit erledigt, Bilder und Medien erstellt und Code schreibt und ausführt, aus einem Eingabefeld und über eine API. Die Ankündigung ist lang; hier steht, was zählt, wenn du baust oder programmierst.
Was der Gemini-Agent ist
Google beschreibt in seiner Ankündigung die folgenden Fähigkeiten; ein unabhängiger Produkttest ist das nicht.
- Du gibst Ziele vor, keine Schritte. Er plant die Arbeit, wählt Skills und Werkzeuge, verbindet sich mit Firmensystemen und liefert Fertiges zurück, in Dokumente, ins Postfach oder in die Entwicklungsumgebung.
- Er läuft in der Cloud und arbeitet weiter. Gedächtnis und Kontext bleiben auf jedem Gerät und Kanal dieselben: Web, iOS und Android, Windows- und Mac-Desktop, Kommandozeile, Google Workspace, Microsoft 365 und Slack. Er läuft auch ohne eigene Oberfläche in anderen Apps. Arbeit, die Stunden oder Tage dauert, geht weiter, wenn du den Laptop zuklappst.
- Er holt sich Hilfe. Für mehrstufige Aufgaben startet er kurzlebige Sub-Agenten, dazu kommen „Coworker-Agenten“ mit eigener Identität, eigener Mailadresse unter
@agents.company.comund eigenem Speicher, die Kolleginnen und Kollegen in einen Chat holen oder in einem Dokument erwähnen. - Das Modell ist eine Einstellung. Laut Google läuft jeder Job auf dem Modell, das passt, über die Gemini-Familie und heute auch Claude-Modelle von Anthropic, weitere sollen folgen.
- Werkzeuge, Skills, Gedächtnis. Er verbindet sich mit Werkzeugen wie Git, Jira, Slack, BigQuery und Postgres und mit jedem MCP-Server innerhalb oder außerhalb des Firmennetzes. Teams veröffentlichen Werkzeuge und Skills in gemeinsamen Verzeichnissen, und der Agent führt vier Arten von Gedächtnis: für die Sitzung, für Fakten, für Abläufe und für das, was er schon getan hat.
Leitplanken und Kosten
Laut Google bekommt jeder Agent eine eigene Identität mit möglichst wenigen Rechten und einem Prüfprotokoll. Zu den angekündigten Kontrollen gehören eine Agent Sandbox mit Netzgrenze und das Agent Gateway, das Google als KI-Netzwerk-Firewall zur Durchsetzung von Firmenrichtlinien beschreibt. Außerdem nennt Google die Wahl des günstigsten geeigneten Modells und Ausgabengrenzen in Echtzeit pro Projekt, die den Agenten beim Erreichen anhalten. Fassungen für Finanzbranche und Rechtsarbeit sind in der Vorschau. Googles eigene Zahl für das neue TPU-8i-System: 80 % besseres Preis-Leistungs-Verhältnis als die Vorgängergeneration.
Was die Ankündigung nicht sagt: wann der Gemini-Agent allgemein verfügbar ist und was er kostet.
Unsere Einschätzung
Die Wette dahinter: Der Agent ist das Produkt, das Modell darunter austauschbar. Bemerkenswert, dass Google diese Wette mit Claude-Modellen neben den eigenen baut. Für Entwickler sind Kommandozeile, MCP und das Skill-Verzeichnis die spannenden Teile. Für Firmen entscheiden Ausgabengrenzen und eine Agenten-Firewall, ob überhaupt jemand so etwas einschaltet. Ohne Datum und Preis bleibt es vorerst ein Versprechen.
In AyCode
AyCode lässt Googles Gemini-Modelle über Antigravity laufen, Googles Coding-Agenten, neben Claude Code, Codex und anderen (alle Agenten). Der Gemini-Agent selbst ist ein Produkt von Google Cloud und läuft nicht in AyCode. Für die Idee der Coworker-Agenten gibt es in AyCode aber ein Gegenstück: Aylinge sind Agenten mit Namen, Auftrag, Gedächtnis und Routinen, jeder auf dem Anbieter deiner Wahl (Doku).
Quellen
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